Erste Republik und Ständestaat

Erste Republik und „Ständestaat“
1918 – 1938
Die im November 1918 gebildeten Arbeiter- und Soldatenräte stellten zumindest für eineinhalb Jahre ein von Landesregierung und Stadtverwaltung unabhängiges Kontroll- und Exekutivorgan dar. Mit Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts wurde im Gemeinderat aus einer Zweidrittelmehrheit der Deutschnationalen eine absolute Mehrheit der Sozialdemokratischen Partei. Die Erste Republik war – auch auf Gemeindeebene – von ideologischen Auseinandersetzungen, finanziellen Nöten und einer steigenden Arbeitslosigkeit geprägt. Der nach dem Bürgerkrieg vom Februar 1934 etablierte autoritäre „Ständestaat“ vermochte die wirtschaftlichen Probleme nicht zu lösen, verstärkte jedoch die Spaltung in der Bevölkerung.

In der Nachkriegszeit kam es wiederholt zu Plünderungen in Linz, bei denen auch das Standrecht verhängt wurde.

Die Stadtverwaltung förderte in der Zwischenkriegszeit den sozialen Wohnbau. An der Wimhölzelstraße entstanden an der städtischen Peripherie, aber in der Nähe der damaligen Industriebetriebe 160 Wohnungen.

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