Linz - Süd

Das 1915 nach Linz eingemeindete Dorf St. Peter gegen Südwesten. Im Vordergrund ist das Dorfzentrum mit Kirche und Schule, in der Bildmitte der Wald des Wasserwerkes Scharlinz zu sehen. Die um 1937 entstandene Aufnahme zeigt eine Reihe von Siedlungshäusern, die vor allem während des „Ständestaates“ speziell an der Peripherie der Stadt errichtet wurden.

Mit dem Bau der „Hermann-Göring-Werke“, der heutigen voestalpine, im Osten der Stadt ab 1938 wurde das Dorf St. Peter, einstmals ein beliebtes Ausflugsziel der Linzerinnen und Linzer, vollkommen ausgelöscht.

Luftaufnahme des 1938 nach Linz eingemeindeten Marktes Ebelsberg mit dem die Siedlung dominierenden Schloss. Die Traunbrücke wurde anstelle einer Holzbrücke 1928 errichtet. Am Traunufer unterhalb der Brücke war ab 1902 die Eisenwarenfirma Gebrüder Steininger angesiedelt. Im Vordergrund ist die Einmündung des „Bindergrabens“ in die Traun zu sehen.

Als markanteste Veränderung ist die Verbauung am Ebelsberger Traunufer entlang des Panholzerweges anstelle der 1973 aufgelassenen Eisenwarenfabrik Steininger zu erkennen. Für den Bau der neuen Straßenbrücke 1973 bis 1976, die nun auch von der Straßenbahn wiederum befahren wird, wurde der Ortseingang auf der östlichen Seite erweitert. Ebenso ist die Einmündung des „Bindergrabens“ verschwunden.

Für das zunehmende Verkehrsaufkommen nach dem Zweiten Weltkrieg war die Straßenenge in Ebelsberg ein großes Hindernis. Auf dem Bild Anfang der Fünfzigerjahre sind noch die Schienen der Ende 1973 eingestellten Florianerbahn zu sehen. Immer wieder wurde dieses Nadelöhr als die schmalste Stelle an der Straße zwischen Istanbul und Paris apostrophiert.

Seit Anfang der Siebzigerjahre des 20. Jahrhunderts erfolgte für die Verbreiterung der Straße ein Kahlschlag an der historischen Bausubstanz im Ortskern von Ebelsberg. Betroffen war in erster Linie die südwestliche Straßenseite, an der die Baufluchten zurück verlegt wurden. Seit 2001 ist Ebelsberg wiederum an das Straßenbahnnetz angebunden.

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