Lustenau - Waldegg

Die etwa Mitte der Sechzigerjahre des 20. Jahrhunderts entstandene Luftaufnahme gegen Osten zeigt den Bahnbogen mit Teilen des Neustadtviertels. Im Vordergrund ist die Blumau mit dem 1951 fertig gestellten Unfallkrankenhaus zu sehen. Der innere Bahnbogen wird vom Barbarafriedhof und dem Frachtenbahnhof dominiert.

Anstelle des 2006 abgebrochenen Unfallkrankenhauses entsteht an der Blumau das Musiktheater. Das freie Gelände des ehemaligen Frachtenbahnhofes im inneren Bahnbogen harrt noch der Neuverbauung. Mit dem Bau des Design Centers (1994) samt Hotel und der Verbauung auf dem Europaplatz entstand ein neuer städtebaulicher Akzent für das Franckviertel.

Der Posthof in Lustenau (Posthofstraße 43) wurde anstelle des kleinen Landsitzes Heimlhof um 1750 vom Linzer Postmeister Josef Groß von Ehrenstein zur Unterbringung der Poststallmeisterei errichtet. Seine Geschichte lässt sich aber bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Zwischen 1849 und 1895 diente er als „Städtische Versorgungsanstalt“, dann wurde er für Wohnzwecke, aber auch als Gasthaus verwendet.

Aus dem Wunsch der Jugendkulturszene nach einem autonom verwalteten Rockhaus ging ein „Alternatives Kulturzentrum“ hervor. 1983/84 wurde das u-förmige Posthof-Gebäude von der Stadt für diese Zwecke mustergültig adaptiert. Neben der Kleinkunst bietet der Posthof den Sparten Theater, Literatur und Tanz neue Entfaltungsmöglichkeiten.

An der Ecke Goethestraße – Franckstraße bestand zwischen 1868 und 1881 auf damals unverbautem Gelände eine Knochenmehl- und Spodiumfabrik, die bei der Produktion vor allem für die Bewohner des Neustadtviertels einen unerträglichen Gestank verbreitete, so dass der Betrieb eingestellt werden musste. Die Gebäude wurden von der Kaffeemittelfabrik Franck übernommen und erst Ende der Achtzigerjahre des 20. Jahrhunderts geschleift. Die Aufnahme von 1990 zeigt die Kreuzung Franckstraße – Goethestraße mit den Bauten der Firma Nestlé (früher Franck und Kathreiner) rechts im Bild.

Mit der Fertigstellung des Design Centers (1994) und eines Hotels wurde dem Jahrzehnte alten Wunsch der Linzer Wirtschaft nach adäquaten Präsentations- und Kongressmöglichkeiten Rechnung getragen. Die Pläne zu dem Kongress- und Messezentrum stammen vom Münchner Architekten Thomas Herzog. Mit dem Europaplatz wurde ein neuer städtebaulicher Akzent gesetzt.

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