Linz - Süd

Die vermutlich aus der Zwischenkriegszeit stammende Fotografie zeigt einen Teil des Ortszentrums von St. Peter. Unverkennbar ist die dörfliche Idylle im 1915 zu Linz eingemeindeten Ort. Im Haus links von der Kirche wa die Sicherheitswache untergebracht.

Der Ort St. Peter fiel während der NS-Zeit gänzlich dem Bau der Hermann-Göring-Werke (heute voestalpine) zum Opfer. Der Standort der ehemaligen Pfarrkirche  kann nur mehr mit Hilfe eines Luftbildes rekonstruiert werden.

Das vom Kirchturm der Pfarrkirche Kleinmünchen in südlicher Richtung fotografierte Bild stammt aus dem Jahr 1933. Mit dem markanten Bau der Dierzerfabrik und dem rechts davon stehenden Beamtenwohnhaus ist ein deutlicher Hinweis auf die in Kleinmünchen seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stark vertretenen Textilindustrie gegeben.

Die Flugperspektive zeigt ein völlig verändertes Bild. Rechts unten ist die Kirchturmspitze als Orientierungspunkt sichtbar. Das ehemalige Beamtenwohnhaus (Dauphinestraße 13) blieb erhalten, während die Dierzerfabrik 1982 nach einer Brandlegung abgebrochen wurde. Die Grundstücke werden heute von der Metallwarenfabrik Gebauer & Griller genützt. Die Verbauung zwischen Dauphinestraße und Franz-Kurz-Straße erfolgte in den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts.

Das Bild aus dem Jahr 1929 zeigt die neue Errungenschaft für Ebelsberg. Duch den Bau der neuen Traunbrücke (1928) konnte die Straßenbahn bis in den Ortskern verlängert werden und somit den direkten Anschluss an die Florianerbahn herstellen. Die nördliche Ortseinfahrt war allerdings noch sehr verwinkelt. Daher wurden das Krämer- und Zinshaus (Ebelsberg 60) und das anschließende Haus "Bäck im Eck" (Ebelsberg 13) auf der rechten Bildseite abgetragen, um bessere Einfahrtsverhältnisse von der neuen Brücke in den Ortskern zu gewährleisten.

Mit dem Bau der neuen Straßenbrücke über die Traun (1973-1976), die seit 2002 auch der Straßenbahn dient, mussten die drei Häuser an der nordöstlichen Seite zwischen Brückenkopf und Panholzerweg geschleift werden. Sie wurden durch einen Neubau ersetzt. Die Verbreiterung der Durchfahrt erfolgte allerdings auf Kosten der südwestlichen Straßenseite, wo nun das ehemalige Gemeindehaus auf der rechten Bildseite fast unmittelbar an die Straßenbahntrasse grenzt.

Für ihre Bediensteten und deren Familien errichtete die VÖEST ein Strandbad am Weikerlsee, das am 15. August 1953 mit einem Schwimmfest eröffnet wurde. Die Anlage wurde durch das Hochwasser 1954 schwer in Mitleidenschaft gezogen. Wegen eines Fischsterbens infolge Sauerstoffmangels im See musste sie rund zehn Jahre später gesperrt werden.

Anfang der Achtzigerjahre des 20. Jahrhunderts bestanden Pläne zur Zuschüttung beider Weikerlseen. 1991 wurde das Areal durch die Stadt Linz gekauft und zum Naherholungsgebiet ausgestaltet.

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