Stele Schubertstraße

ERINNERUNGSZEICHEN FÜR NS-OPFER

Standort: Schubertstraße 33
Stadtteil: Innere Stadt
Datierung: 2022

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Stele Schubertstraße

Die Erinnerungszeichen sind permanente, von der Stadt Linz errichtete Stelen, die ein personalisiertes Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus im Stadtraum ermöglichen – insbesondere als Erinnerung an verfolgte und ermordete Linzer Jüdinnen und Juden. Jede Stele ist aus Messing gefertigt. Darauf sind Name und Geburtsjahr der Opfer des Nationalsozialismus sowie Angaben zur Deportation, Ermordung oder Flucht graviert. Der Aufstellungsort befindet sich freistehend in der Nähe von jenen Straßenzügen, wo diese Personen ihre letzte, frei gewählte Wohnadresse in Linz hatten.

Direkt neben den Namen sind an der Stele mechanische Türklingeln angebracht, die, wenn man sie drückt, einen leisen Klingelton erzeugen. Der oberösterreichische Künstler Andreas Strauss stellt die Klingel als mehrdeutige Metapher des Erinnerns ins Zentrum seiner Gestaltung, die sowohl Assoziationen des Daheim- und Zuhause-Seins hervorruft als auch den Moment des gewaltsamen Abholens beschreibt. Der Akt des „Anläutens“ stellt einen emotionalen Kontakt zu den Vertriebenen und Ermordeten her und lässt die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart schwinden.

Verena Wagner recherchierte im Auftrag der Stadt Linz die Daten der jüdischen Flucht- und Holocaustopfer von Linz. In weiterer Folge verfasst sie sukzessive die Kurzbiographien dieser Personen. 

Personen auf der Stele

Schubertstraße 29

  • Julius Erle
  • Siegfried Erle
  • Georg Mandel
  • Gisella Mandel
  • Helene Mandel
  • Moritz Mandel
  • Olga Schlesinger

Schubertstraße 34

  • Ernst Hesky
  • Helene Hesky
  • Robert Hesky
  • Marie Spitz

Nähere Informationen auf www.linzerinnert.

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