Stadtentwicklung

Mit den verkehrstechnischen Errungenschaften wandelte sich das Stadtbild von Linz stark. Am markantesten ist wohl der Schmidtordurchbruch, der ab 1862 eine direkte Verbindung zwischen Landstraße und Hauptplatz herstellte. Die Donaubrücke wurde 1872 nach dem Einsturz der alten Holzbrücke in einer Eisenkonstruktion neu gebaut. Entlang der Landstraße und in Urfahr wurden zahlreiche Regulierungsarbeiten vorgenommen. Parks und Grünanlagen entstanden, neue Stadtteile wie das Neustadtviertel wurden planmäßig angelegt.
Trotz Baubooms bestand zwischen Bevölkerungswachstum und Wohnbau eine große Diskrepanz. Vor allem bei der ärmeren Bevölkerungsschicht waren die Wohnverhältnisse meist trist. Einzelne Unternehmen errichteten Arbeiterwohnhäuser für ihre Belegschaft, um auf diese Weise qualifizierte Arbeitskräfte im Betrieb zu halten. Der große Wohnungsmangel konnte jedoch dadurch nicht behoben werden.