Widerstand und Verfolgung

Autor: Siegwald Ganglmair

Entsprechend der im vorliegenden Artikel verwendeten breiten Begriffsbestimmung von Widerstand gegen das NS-Regime kommen nicht nur die organisierten Widerstandsgruppen des kommunistischen, christlichen und sozialdemokratischen Lagers sowie das myzeliumähnliche Netz von Anlaufstellen und Kontaktpunkten zur Sprache, sondern auch nonkonformistische und oppositionelle Äußerungen und Haltungen, das heißt heimtückische und wehrkraftzersetzende Äußerungen, "Schwarzhören”, "Schwarzschlachten”, "Rassenschande”, Umgang mit "Fremdarbeitern” und Kriegsgefangenen, gelegentlich unter dem Sammelbegriff "Der kleine Widerstand” zusammengefasst.

Linz kann zwar nicht als das Zentrum des oberösterreichischen Widerstandes bezeichnet werden, die Hauptinstrumente des Terrors in "Oberdonau” (Gestapo, SS, SD, Gerichte) sowie die Parteiorganisationen, die alle kurz angesprochen werden, hatten jedoch in der Gauhauptstadt ihren zentralen Sitz.

Mit dem Hinweis auf die nach 1945 gesetzten Gedenksteine, Gedenktafeln und erfolgten Straßenbenennungen nach Linzer Opfern aus der NS-Zeit sowie aufgrund eines kurzen Verweises auf die Literatur versucht der Verfasser den Stellenwert des Widerstandes für das Linz der Nachkriegszeit und das Land Oberösterreich in toto zu bestimmen.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis "Nationalsozialismus in Linz"