Schule im Linz der NS-Zeit

Autor: Oskar Dohle

Die Nationalsozialisten erkannten früh die Bedeutung der Schule zur Absicherung ihres Regimes. Sie übernahmen daher die Kontrolle sowohl über den Lehrkörper (Nationalsozialistischer Lehrerbund), als auch über Schüler (Hitler-Jugend). Andere Organisationen wurden sukzessive verdrängt beziehungsweise verboten. Juden und regimekritische Lehrer und Schüler entfernte man rigoros von den Unterrichtsanstalten.

Nach dem "Anschluss" 1938 erfolgte die Anpassung des ehemals österreichischen Schulwesens an die Verhältnisse im "Altreich". Dies gelang wohl umso leichter, als auch der Ständestaat versucht hatte, seine autoritären Strukturen auf die Schule zu übertragen.

Nach Kriegsausbruch wurde das Schulsystem immer stärker in die Kriegsanstrengungen mit einbezogen, wie einerseits die Heranziehung der Schuljugend für den Ernteeinsatz, andererseits der Lehrermangel zeigt. Die Einberufung von immer jüngeren Schülern zur Luftabwehr wirkte sich zudem auf den Schulalltag aus. Mit dem Einsetzen der Luftangriffe begann ab Sommer 1944 eine Entwicklung, die wenige Monate später mit der Einstellung des Unterrichtsbetriebes endete. Bis zum Schuljahr 1945/46 hatten die Schulen zu bestehen aufgehört – die noch intakten Gebäude wurden zweckentfremdet genutzt.

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