Freihaus Starhemberg

WOHN- UND GESCHÄFTSGEBÄUDE

KünstlerInnen: Josef HuberWalter RitterGeorg Pruckmayr

Standort: Altstadt 17
Stadtteil: Innere Stadt
Datierung: 1508

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Das stattliche ehemalige Freihaus in exponierter Ecklage ist von besonderer städtebaulicher Bedeutung. Aber auch als urkundlich gesicherte Arbeit des Baumeisters Georg Pruckmayr aus dem 17. Jahrhundert interessant.

Das dreigeschossige Eckhaus besitzt zwei gleichwertige Schauseiten mit drei und sechs Achsen in der Altstadt und acht in der Klosterstraße.

Das Hauptportal befindet sich in der Altstadt. Es besteht aus einer rundbogigen Toreinfassung. Das segmentförmige schmiedeeiserne Oberlichtgitter stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Im Hof korbbogige Arkaden auf gedrungenen Granitsäulen aus dem Ende des 17. Jahrhunderts.

Im Durchgang befindet sich eine Bronzebüste Mozarts von Walter Ritter aus dem Jahr 1957 und im Hof ist eine Gedenktafel für Josef Urbanski, den Initiator der Pöstlingbergbahn, angebracht.

Geschichte

Um 1508 erstmalig erwähnt. Zusammen mit der Nordfront des Landhauses beherrscht das Freihaus das Platzbild am Übergang von der Altstadt zur Klosterstraße.

1659 von Konrad Balthasar von Starhemberg mit zwei Nachbarhäusern an der Klosterstraße erworben. Noch vor 1687 ließ Ernst Rüdiger von Starhemberg die Nachbarhäuser abreißen und zum Neubau einen Entwurf anfertigen. Georg Pruckmayr erhielt den Auftrag, den Neubau an der Klosterstraße auszuführen und die Fassade auch in der Altstadt anzugleichen. Von 1779 bis 1789 war das Gebäude im Besitz des Grafen Johann Josef Thun.

1783 bewohnte Wolfgang Amadeus Mozart das Eckzimmer im ersten Obergeschoss und komponierte hier die Linzer Symphonie. 1961 wurde bei einem Geschäftsumbau an der Klosterstraße ein Torbogen freigelegt.

Quelle: Österreichische Kunsttopographie, Band XLII "Die Altstadt", herausgegeben vom Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes und der Stadt Linz

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