Eckhaus

WOHNHÄUSER

KünstlerIn: Julius Schulte

Standort: Gerstnerstraße 2
Stadtteil: Urfahr
Datierung: 1927

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Das Problem, ein Eckhaus (Gerstnerstraße 2 / Ferihumerstraße 3) an einer spitzwinkeligen Straßenecke zu errichten, löste Architekt Julius Schulte durch eine kräftig akzentuierte Rundung des Baues. Diese Rundung wird auch an den Balkonen der drei Eckachsen weitergeführt. Achsiale Grundrissentwicklung vom Stiegenhaus an, wobei vier Dreizimmerwohnungen pro Geschoss angelegt wurden.

Durch die Beseitigung der kleinteiligen Sprossenfenster und Balkontüren sowie durch eine völlig falsche Färbelung entstand eine Beeinträchtigung der Fassade. Das fünfgeschossige Gebäude zeigte ursprünglich eine tiefrote Attika, die Fensterrahmungen waren durchwegs leuchtend rot und in der Rustika des Erdgeschosses wechselten auf weißem Grund ein sattes Blau und Rot.

Geschichte

Erbaut 1927 von Architekt Julius Schulte und Ignaz Derndorfer, Bauherr war die Allgemeine gemeinnützige Bau- und Wohnungsgenossenschaft "Familie".. Nach Bombenschäden 1946 teilweise wieder aufgebaut, 1985 wurden die Sprossenfenster ausgetauscht.

Bedeutendes Spätwerk des Architekten Julius Schulte auf dem Gebiet des Wohnhauses. Sein Gedanke, die Architektur überall durch kräftig leuchtende Farbgebung zu betonen, ist heute im vollen Umfang nicht mehr erkennbar.

Quelle: Österreichische Kunsttopographie, Band LV Die profanen Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Linz, III. Teil. Herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung.

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