Andreas Reischek, Naturforscher

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Standort: Friedhofstraße 1
Stadtteil: Bulgariplatz
Datierung: 1902

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Obelisk aus schwarzem Granit mit eingraviertem weissen Kreuz und der Inschrift: "Herr Andreas Reischek F.L.S. Naturforscher Besitzer d(es) gold(enen) Verdienstkreuzes mit d(er) Krone, gest(orben) am 3. April 1902 im 58. Lebensjahre R.I.P." Darunter in Medaillons Porträtfotos von ihm und seiner Gattin, die am Sockel auch inschriftlich verewigt ist.

Geschichte

Andreas Reischek wurde 1845 als Sohn eines Finanzoberaufsehers geboren. Da seine Mutter bald nach seiner Geburt starb, kam er zur Witwe des Schlossgärtners von Weinberg zur Pflege. Nach dem Besuch der Grundschule in Kefermarkt absolvierte er in Unterweißenbach eine Bäckerlehre. Nach dem Militärdienst war er Leibjäger bei Baron Pasetti, wo sein Interesse an der Tierpräparation geweckt wurde. Von 1875 bis 1877 war er in Wien als Präparator und Lehrmittelhändler tätig. Anschließend ging er auf Forschungsreisen nach Neuseeland. Er verfasste ethnologische Schriften über die Maori sowie vogelkundliche Aufsätze und wurde als Sammler und Präparator weithin bekannt. Nach zwölf Jahren kam er mit umfangreichen Sammlungen zurück und übergab diese dem Naturhistorischen Museum in Wien und dem Oberösterreichischen Musealverein für das Museum Francisco-Carolinum. Dort begann er mit den Einrichtungsarbeiten und wurde nach der Eröffnung des Neubaues zu dessen Kustos und Präparator berufen. In Anerkennung seiner Tätigkeit verlieh im die Stadt Linz das Bürgerrecht, das Museum wählte ihn in den Verwaltungsrat. Der Naturforscher Andreas Reischek starb 1902 in Linz. Ein Jahr später wurde ein Straßenzug nach ihm benannt.



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