Grabstätte Enrica von Handel-Mazzetti

GRABSTÄTTEN BEDEUTENDER PERSÖNLICHKEITEN

Standort: Friedhofstraße, St. Barbarafriedhof (VII / 39)
Stadtteil: Bulgariplatz
Datierung: 1955

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Grabmal aus weißem Marmor mit einem großen Kruzifix. Inschrift in Goldlettern auf dem Sockel: "ENRICA v. HANDEL-MAZZETTI 1871 1955. Der Kunst, die Gottes war, gibt Gott Unsterblichkeit. Mit ihr vereint ihre treue Haushälterin Maria Ketter 1875 1978. Kein Ruhm währt länger, als der Ruhm der Treue."

Geschichte

Enrica von Handel-Mazzetti wurde 1871 in Wien geboren. Sie entstammte einer altösterreichischen Offiziersfamilie, der später geadelten Handel. Ihr Vater starb noch vor ihrer Geburt. Sie besuchte die Bürgerschule, die Klosterschule in St. Pölten und studierte in Wien. 1901 übersiedelte sie nach dem Tod der Mutter nach Steyr zu ihrem Onkel Anton von Handel-Mazzetti und kam 1911 nach Linz, wo sie am 8.4. 1955 starb.

Als Schriftstellerin hatte sie bereits 1911 einen großen Bekanntheitsgrad errungen. Ihre historischen Romane befassten sich mit der Geschichte ihrer Heimat. Ihr 70. Geburtstag 1941 wurde auf Anweisung der Parteiführung nicht öffentlich gefeiert. Sie erhielt auch keine Veröffentlichungsmöglichkeit mehr, wodurch sie in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Das Land Oberösterreich setzte ihr eine Pension aus.

1936 wurde sie Ehrenbürgerein der Stadt Linz, sie erhielt das Ehrenkreuz für Kunst und Wissenschaft (1931), die Goethe-Medaille (1932) und 1930 wurde eine Straße nach ihr benannt. An ihrem Wohnhaus Spittelwiese 15 befindet sich eine Gedenktafel.

Ihr Nachlass befindet sich im Adalbert-Stifter-Institut.

Die Grabstätte wurde auf Veranlassung von Landeshauptmann Dr. Gleißner und Bürgermeister Dr. Koref 1955 als Ehrengrab in die gemeinsame Betreuung von Stadt Linz und Land Oberösterreich übernommen.

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