Landesfeuerwehrschule, ehemalige Permanganatfabrik

GESCHÄFTS- UND BÜROGEBÄUDE

KünstlerIn: Julius Schulte

Standort: Petzoldstraße 43
Stadtteil: Kaplanhof
Datierung: 1920

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Bemerkenswerte langgestreckte Fabriksanlage, bestehend aus verschieden dimensionierten, miteinander verschnittenen Baukuben. Die strengen, glatten Fassaden der funktionalistisch verstandenen Außenarchitektur durch geböschte schmale Wandvorlagen, Blendbogenreihen und Holzrasterung der Oberzonen rhythmisiert und aufgelockert.

Am nördlichen Quertrakt (Neubau 1955) farbige Fliesen mit bildlicher Darstellung von Feuerwehrleuten im Einsatz: Rettung eines Kindes, Brandbekämpfung, Signiert "Schüller 1956" von Rudolf Schüller, Goldschmied und Maler (1907 - 1967), ausgeführt von Linzer Keramik.

Geschichte

Gegründet 1920 als Fabrik zur Erzeugung von Kaliumpermanganat, Kristallsoda, Kaliumchlorat und Ätzkali, 1921 in eine Aktiengesellschaft unter Beteiligung von Stadt und Land umgewandelt. Mit mehr als einhundert Beschäftigten wurde allerdings nur bis 1924 produziert und die Firma liquidiert. Fabriksbau und Beamtenwohnhaus (Posthofstraße 50) stammen aus dem Jahr 1920 von Architekt Julius Schulte, Ausführung Holzbauwerke Schaffer. Nach der Stilllegung 1929 Adaptierung zur Landesfeuerwehrschule.

Quelle: Österreichische Kunsttopographie, Band LV Die profanen Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Linz, III. Teil. Herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung.

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