Ernst Hartmann

Ernst Hartmann kam 1896 als Sohn eines erfolgreichen Warenhausbesitzers an der Landstraße in Linz zur Welt. Er erhielt an der Handelsakademie seine Ausbildung und kämpfte im Ersten Weltkrieg an verschiedenen Fronten.

Mit seiner Ehefrau Rosa, geborene Herzhaft, hatte er zwei Söhne. In den Dreißigerjahren wurde er Geschäftsführer des Phönix-Kinos. 1938 floh Hartmann in die Tschechoslowakische Republik und konnte sich von dort aus mit einem der letzten Schiffe über den Donauweg illegal nach Palästina retten.

1948 kehrte er nach Linz zurück und baute das von Bomben zerstörte Phönix-Kino wieder auf. Er beteiligte sich an der Wiedererrichtung der Linzer Kultusgemeinde. Dabei erwies sich Ernst Hartmann als dominante Führungsfigur und geriet bald mit Simon Wiesenthal, einer ebenso starken Persönlichkeit, in Konflikt.

Allmählich kehrte in die angespannte Kultusgemeindepolitik wieder Friede ein, Wiesenthal ging nach Wien. Schließlich konnte Hartmann im Verein mit anderen Vorstandsmitgliedern das Projekt des Baus einer neuen Synagoge verwirklichen.

Ernst Hartmann

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