Zwirnerstöckl

ÖFFENTLICHE GEBÄUDE

Standort: Untere Donaulände 66
Stadtteil: Innere Stadt
Datierung: 1737

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Der stattliche dreigeschossige Baukörper mit Schopfwalmdach steht giebelständig zum Straßenzug der Unteren Donaulände. Wuchtiger Bau über annähernd quadratischem Grundriss, mit fünfachsiger Giebelfront und sechsachsiger Traufseite. Die Eingänge liegen an den Traufseiten und stammen in ihrer Gestaltung, wie auch die eisernen Fenstergitter im Erdgeschoss von 1950. Noch bestehender Strukturputz, Gliederung durch Faschenraster über beide Obergeschosse, profiliertes Kranzgesims sowie Giebelgesims vermutlich von einer älteren Gliederung erhalten. Außen sitzende, nach außen aufschlagende Kastenfenster mit konstruktiver Sprossenteilung und Oberlichte.

Geschichte

Das so genannte "Zwirnerstöckl" ist der einzige erhaltene Bestandteil der ehemaligen Linzer Wollzeugfabrik. Im Gebäude wurde das bereits gesponnene und dupplierte Garn verzwirnt. Ein Arbeitsgang, der stets in der hauseigenen Zwirnerei betrieben und nicht - wie etwa das Spinnen - in Heimarbeit vergeben wurde.

Erbaut 1737, aufgestockt 1774. Umbauten erfolgten 1950 Adaptierung als Kindergartengebäude und rückseitiger Anbau mit rundem Pavillon durch die Wiener Architekten K. Kupsky und Harald Bauer. Später wurde das Dachgeschoss ausgebaut und weitere Adaptierungen für Wohnzwecke in den oberen Geschossen durchgeführt.

Quelle: Österreichische Kunsttopographie, Band LV Die profanen Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Linz, III. Teil. Herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung.

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