Nibelungenbrücke

BRÜCKEN

Standort: Nibelungenbrücke
Stadtteil:
Datierung: 1940

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Monumentalbau der nationalsozialistischen Ära mit zwei gemauerten Strompfeilern und zwei gewölbten Durchfahrten an jedem Ufer. Die Nibelungenbrücke ist als Deckbrücke konstruiert und besitzt eine hohe Bombierung. Bedingt durch die Bombierung verfügt sie über große Brückenköpfe, welche platzartig ausgebildet sind und weit in die Linzer sowie Urfahrer Seite hineinreichen. Seit 2003 wird der Brückenträger der Nibelungenbrücke als Teil der Kunstinstallation „Lichtblicke“ von Chris Laska nachts weiß angestrahlt.



Geschichte

Die Nibelungenbrücke ist eines der wenigen Bauwerke der monumentalen nationalsozialistischen Stadtplanungen, das eine Umsetzung erfuhr. Sie ersetzte die ältere, fast an der gleichen Stelle verlaufende Eisenbrücke, welche durch ihre geringe Fahrbahnbreite den Verkehrsanforderungen nicht mehr gerecht wurde. Noch im Juli 1938 begannen die Planungen für den Bau, der dann von 1939 bis 1940 ausgeführt wurde. Die Entwürfe stammten von Friedrich Tamms und Karl Schaechterle, die Bauleitung lag beim Brückenamt Linz. Damit die Verbindung mit dem Stadtteil Urfahr aufrecht erhalten werden konnte, wurde die neue Brücke leicht versetzt zur Eisenbrücke errichtet. In Urfahr wurde durch die damit notwendige Verlegung des Brückenkopfes der ehemalige Marktplatz abgewertet. Beim Linzer Hauptplatz wurde für die Errichtung des mächtigen Brückenkopfes der an der Donauseite gelegene alte Hausbestand in Teilen abgerissen. An seiner Stelle stehen heute die beiden Brückenkopfgebäude und das Heinrich-Gleißner-Haus.



Quelle: Österreichische Kunsttopographie, Band LV Die profanen Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Linz. Pressemitteilung der Stadt Linz 27.11.2003.



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