Kirche der Barmherzigen Schwestern

SAKRALBAUTEN UND KIRCHLICHE INSTITUTIONEN

KünstlerIn: Matthäus Schlager

Standort: Seilerstätte 4
Stadtteil: Innere Stadt
Datierung: 1913

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Die Ordenskirche "Maria, Mittlerin aller Gnaden, und Vinzend von Paul" befindet sich im Hof des Spitalstraktes und ist über den Wohntrakt der Ordensgemeinschaft zugänglich, uneinsehbar von außen.

Historistische Kreuzkuppelkirche mit leicht byzantinisierendem Charakter unter freier Verwendung von Formen der Renaissance und des Barock. Markante Gestaltung durch Akzentuierung der Baukörper und Einzelformen (unter anderen die innen halbrunden Nischen sind außen vieleckig). Fassadengliederung durch Wandpfeiler über hohem durchgehenden Sockel, dazwischen Blendfelder. Am Langhaus Rundbogenfenster in zwei Geschossen, am nördlichen Querhaus in mittlerem Blendfeld hohes Rundbogenfenster und Ovalfenster darüber. Alle Fenster mit Ohrenfaschen und Keilsteinen, die Parapete sind zum Teil mit mächtigen Schabracken versehen. An der Nordseite renaissanceartiger platzlgewölbter Portalvorbau, in Rundbogenarkaden auf Säulen geöffnet.

Maria mit Kind an der Ostseite aus dem dritten Viertel des 17. Jahrhunderts.

Geschichte

Die Barmherzigen Schwestern zählen zu den am meisten verbreiteten Frauengemeinschaften der katholischen Kirche. Vinzenz von Paul gründete zusammen mit der heiligen Louise von Marillac 1633 in Paris die religiöse Vereinigung zur Pflege der Kranken und Armen. 1841 kamen die ersten Schwestern aus Wien nach Linz und errichteten hier als dritter Orden ein Krankenhaus.

Der Bau der Ordenskirche wurde nach Plänen von Dombaumeister Matthäus Schlager 1913 ausgeführt, 1984 restauriert.

Quelle: Dehio-Linz, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt.

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