Ehrengrab Dr. Ignaz Figuly von Szep

GRABSTÄTTEN BEDEUTENDER PERSÖNLICHKEITEN

Standort: Stadtfriedhof St. Martin/Traun (32DR/16,17)
Stadtteil:
Datierung: 1969

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Einfacher, rechteckiger Granitblock mit der Inschrift ‚Dr. Ignaz Figuly von Szep / 1807 - 1875 / Dem Vorkämpfer für Freiheit und Recht / Dr. Carl Wiser / 1800 - 1889 / Bürgermeister’

Geschichte

Ignaz Figuly wurde 1807 als Sohn eines Regimentssattlers geboren. Er besuchte die Konviktschule St. Stephan und studierte an der Universität Wien Rechtswissenschaften. Seine berufliche Laufbahn begann er beim Landesgericht Linz, 1839 trat er in die Kanzlei des späteren Linzer Bürgermeisters Dr. Carl Wiser ein, dessen Tochter er 1861 heiratete.

1848 wurde Figuly Adjutant des Kommandierenden der Nationalgarde, weshalb er erst 1861 die Genehmigung zur Eröffnung einer eigenen Kanzlei in Linz erhielt. 1843 wurde er in den Industrie- und Gewerbeverein für Innerösterreich aufgenommen, 1851 erster Sekretär der im selben Jahr gegründeten OÖ. Handelskammer.

Mit Energie und Sachkenntnis wahrte er die Interessen des Handels und Gewerbes, setzte sich für die Verbesserung des Verkehrswesens des Landes ein, trat für die Errichtung des Zollamtsgebäudes in Linz, den Bau des Allgemeinen Krankenhauses, des Landesmuseums und der Realschule ein. Als Delegierter der Kammer im oö. Landtag befasste er sich mit Wirtschafts- und Finanzproblemen, ebenso mit Verfassungsfragen und der Gemeindeordnung. 1874 wurde er stellvertretender Präsident der Advokatenkammer. Dr. Ignaz Figuly von Szep gründete den Linzer Männergesangsverein, der 1848 in Sängerbund Frohsinn umbenannt wurde. Er starb am 15.7. 1875 in Linz. 1877 wurde eine Straße nach ihm benannt.

Sein Ehrengab wurde 1969 vom St. Barbara-Friedhof in den Stadtfriedhof St. Martin in Traun verlegt.

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