Maria von Peteani, Schriftstellerin

GRABSTÄTTEN BEDEUTENDER PERSÖNLICHKEITEN

Standort: Friedhofstraße 1
Stadtteil: Bulgariplatz
Datierung: 1960

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Ausladende Grabanlage mit poliertem Bodengrabstein aus ockerfarbenen Granit mit der einfachen Inschrift "Maria von Peteani 1888 1960". An den Seiten jeweils drei ineinander übergehende Quadratfelder, aus Efeu geformt. Am Kopfende kleine Nische für ein ewiges Licht.

Geschichte

Maria Sauer wurde 1880 in Prag als Tochter eines Juristen im Postdienst geboren. Mit zehn Jahren übersiedelte sie nach Linz, wo sie das Mädchenlyzeum absolvierte. 1908 heiratete sie den Opernsänger Eugen Reichsritter von Peteani-Steinberg, einen geborenen Italiener, der damals am Linzer Landestheater gastierte. Sie lebte nunmehr auf den Gütern ihres Mannes in Görz und war viel auf Reisen. Nach dem Tod ihres Mannes 1913 kehrte sie wieder nach Linz zurück. Mit Liebesromanen und heiteren Erzählungen wurde sie als Schriftstellerin rasch bekannt.

Nach dem Anschluss an das Deutsche Reich konnte sie den Ariernachweis nicht erbringen und hatte damit keine Arbeitsmöglichkeit mehr. Doch nach 1945 gelang es ihr relativ rasch wieder ins Geschäft zu kommen. Alle ihre Romane erschienen in Neuauflagen. Vorrangiges Arbeitsgebiet war dann aber nicht mehr der Roman, sondern das Feuilleton und das Hörspiel.

Maria von Peteani starb 1960 in Linz.

Sie erhielt 1935 den Hörspielpreis der RAVAG und an ihrem Wohnhaus Mozartstraße 26 befindet sich eine Gedenktafel.

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