Schiefersedergut

BAUERNHÖFE

Standort: Schiefersederweg 46
Stadtteil: Pöstlingberg
Datierung: 1379

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Schiefersedergut

Freistehender Vierseithof. Dreigeschossiger Wohntrakt, Ziegelbau, mit Walmdach und glattem Wandverputz.

Zweigeschossige Wirtschaftstrakte, u-förmig an den Wohntrakt angeschlossen. Satteldach mit durchlaufender First- und Trauflinie. Süd- und Westteil Bloßsteinmauerwerk, nach teilweiser Zerstörung durch einen Brand 1968 in Anlehnung an den Bauzustand von 1900 mit drei korbbogenförmigen Einfahrtstoren wiedererrichtet, Planverfasser war Hans Lackinger, Steyregg.

Ostteil mit glattem Wandverputz, Neubau von 1964; 1976 Neubau einer Remise.

Geschichte

1379 als freier Edelmannsitz "Schifferode" erwähnt. War bereits Ende des 15. Jahrhunderts wieder Bauernhof der Herrschaft Reichenau im Mühlkreis, seit Ende des 17. Jahrhunderts unter der Herrschaft Puchenau, im 18. Jahrhundert unter der Herrschaft Schloss Hartheim, Gemeinde Alkoven. 1898 kauften die Ursulinen in Linz den Bauernhof und er stand bis 1938 als Meierhof des 1900 vom Linzer Nähmaschinenfabrikanten Johann Jax für den Orden errichteten Schwesternerholungsheimes "Marienheim" zur Verfügung. 1938 gegen Entschädigung an die Hermann-Göring-Werke abgegeben, wurde der Hof einer im Zuge des Werksbaues umgesiedelten Familie zugesprochen und blieb seither in Privatbestz. Der Hof ist heute noch landwirtschaftlicher Betrieb.

Im Franzisceischen Kataster 1826 als Vierseithof mit trapezförmigem Grundriss und Innenhof sowie ostseitigem Wirtschaftstrakt aus Holz ausgewiesen. 1900 wurde der Südtrakt im Zuge des Neubaues einer Scheune und Wagenremise durch Ausschwenken der Südwestecke begradigt. 1912 wurde der Wohntrakt aufgestockt durch Maurermeister Josef Gschwendtner aus Oberweitra.

Quelle: Österreichische Kunsttopographie, Band LV Die profanen Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Linz, III. Teil. Herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung.

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