Villa Franck / Schwaighofer

WOHNHÄUSER

KünstlerIn: Raimund Jeblinger

Standort: Im Holzgrund 26
Stadtteil: Pöstlingberg
Datierung: 1899

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Über natursteingemauertem Erdgeschoss errichtetes Holzblockhaus, äußerst vielgliedrige Baugestalt mit asymmetrischem Satteldach und Querdächern der seitlichen Trakte, weitestgehend authentisch erhalten. Das Gebäude erscheint mit seinen ineinander geschachtelten Bauteilen und seiner Vielansichtigkeit, sowie durch die Verwendung der Baustoffe Stein und Holz in analoger Anordnung wie eine Miniaturausgabe der in nächster Nähe am Schablederweg 79 für den Farbrikanten Franck errichteten Unternehmervilla.

Aufgrund abfallender Parzelle wechselnde Geschosszahl. Zierformen im Bereich der gesägten Ortgangbretter und Balkonbalustraden, verzierte Abdeckplatten der Dachstuhlbalken, Zierschindeln sowie kleine Guckfenster mit Eisengittern in Herzform und mit Holzläden verdeutlichen den romantisch motivierten "Schweizerhausstil" der Villenbauten der Jahrhundertwende.

Charakteristisch für Baumeister Raimund Jeblinger ist der umlaufende, das Steinmauerwerk des Erdgeschosses abschließende Ornamentfries in Sgraffito-Technik mit traditionellen akanthusartigen Motiven und dem "laufenden Hund". Äußere Türblätter mit rauten- bzw. andreaskreuzförmigen Aufdopplungen.

Geschichte

Baumeister Raimund Jeblinger , der um 1891 mit der Instandsetzung der Türme der Pöstlingbergkirche betraut war, erwarb den Baugrund für sein Wohnhaus am Pöstlingberg und erbaute 1899 die Villa. Er hatte die Auflage in einem zu errichtenden "Stöckl" den Auszugsbauern aufzunehmen. 1916 wollte er das Haus verkaufen und bot es dem Fabrikanten Walter Franck (1874 - 1967) an, der in der unweit gleichfalls von Jeblinger errichteten Villa Schablederweg 79 wohnte. Dieser zeigte zunächst kein Interesse, so dass das Gebäude an die Familie Scharrer verkauft wurde. Erst 1918 erwarb es Walter Franck.

Quelle: Österreichische Kunsttopographie, Band LV Die profanen Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Linz, III. Teil. Herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung.

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