Gedenktafel Anton Bulgari

ANTIFASCHISTISCHE GEDENKSTÄTTEN

Standort: Bulgariplatz 1
Stadtteil: Bulgariplatz
Datierung: 1984

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Am Hause Bulgariplatz 1 ist eine hochrechteckige Gedenktafel an Anton Bulgari angebracht. Sie besteht aus vier verbundenen Granitplatten, deren oberste als Giebel ausgebildet eine gusseiserne Nelke ziert. Darunter eine schwarze Marmorplatte mit der Inschrift: ZUR ERINNERUNG AN DEN BRAUEREIARBEITER DER LINZER BRAUEREI UND ARBEITERSAMARITER ANTON BULGARI GEB: 1877 HINGERICHTET 1934 UND SEINE MITKÄMPFER UM FREIHEIT UND DEMOKRÁTIE IN ÖSTERREICH: VERGEBEN; ABER NICHT VERGESSEN. Unter der Tafel sind zwei Laternen und eine Blumenschale angebracht. Das Denkmal wurde am 12. Februar 1984 enthüllt.

Geschichte

Anton Bulgari war am 12. Februar an dieser Stelle an einem Feuergefecht beteiligt, dessen Hergang bis heute nicht zur Gänze geklärt ist. Der Schutzbund hatte starke Barrikaden errichtet, um ein Vordringen von Bundesheer- und Heimwehreinheiten in die Stadt zu verhindern. Ein von Wels kommendes Taxi mit vier Alpenjägern wurde unter Beschuss genommen und drei von ihnen getötet, einer verletzt.

Nach dem Zusammenbruch des Aufstandes wurden einige Beteiligte mit vielen anderen Schutzbundangehörigen verhaftet und vor dem am 22. Februar tagenden Standgericht abgeurteilt. Drei von ihnen wurden zum Tod durch den Strang verurteilt, darunter Anton Bulgari, der als einziger im Hof des Landesgerichtes am selben Tag hingerichtet wurde. Damit folgte das Gericht dem politischen Wunsch, dass an mindestens zwei Aufständischen pro Bundesland ein Exempel statuiert werden müsse. Als zweites Opfer traf es Josef Ahrer in Steyr.

Der 1946 nach ihm benannte Bulagariplatz hieß bis 1934 Polygonplatz und dann Landwehrplatz.

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